Tödliche Grippe

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Tödliche Grippe

Die Influenza A, auch unter dem Namen Schweinegrippe bekannt, ist eine akut verlaufende Infektionskrankheit, die durch Influenzaviren des Typs H1N1 ausgelöst wird. Der Name „Schweinegrippe“ ist insofern irreführend, als dass der Virus nicht nur unter Schweinen ausbricht, sondern auch unter Menschen und Vögeln. In der Medizin sind insgesamt 3 Influenzavirustypen bekannt, neben dem Influenzavirus des Typs A können auch Viren des Typs B oder C eine echte Grippe auslösen, sie unterscheiden sich vor allem in der Anzahl Ihrer Bausteine sowie in ihrer Gefährlichkeit. Eine Besonderheit der Influenza auslösenden Viren ist ihre Variabilität, d.h. das Virus verändert sein Aussehen bzw. seine Erbinformationen. Dies erklärt auch die Tatsache, weshalb ältere Impfungen meist keinen Schutz gegen die neuen Viren mehr bieten.

Völlig überraschend und scheinbar ohne große Aufmerksamkeit der Medien kam es auch im letzten Winter spanienweit zu einer weiteren Grippewelle mit dem Influenza A Virus. Einige autonome Regionen in Spanien berichteten dieses Jahr über eine deutliche Zunahme von Erkrankungen. Vor allem fiel jedoch die erhebliche Aggressivität des diesjährigen Grippevirus auf, dasselbe Virus, das auch im Jahr 2009 die Welt erschütterte. Verglichen mit den Erkrankungswellen früherer Jahre erkrankten in diesem Jahr vor allem einige junge, zuvor gesunde Menschen. Auch wenn das Schlimmste nun vorbei zu sein scheint, ist es doch bemerkenswert, dass es in ganz Spanien zu insgesamt 141 Todesfällen durch den Grippevirus A kam. 94 % der Verstorbenen litten unter einer chronischen Erkrankung, erstaunlich ist jedoch, dass 66 % der schwer Erkrankten auf eine Grippeimpfung verzichtet hatten. In Kenntnis dieser Tatsachen verwundert es immer wieder, wie wenig Menschen sich impfen lassen (wollen). Einem Bericht der spanischen Gesundheitsbehörde zufolge haben die Impfungen in Spanien derzeit fast einen historischen Tiefstand erreicht.

Infektiologen weisen darauf hin, dass es immer noch kein wirksames Medikament gegen die echte Grippe gäbe, so dass nur durch eine effektive Impfung die Wahrscheinlichkeit, an dieser Infektion zu versterben, reduziert werden kann. Viele der Wissenschaftler sind der Meinung, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis es zu einer erneuten Epidemie vom Ausmass der sog. „spanischen Grippe“ von 1918 bis 1920 kommt, welche durch eine spezielle Variante des Influenza A Virus des Typs H1N1 ausgelöst wurde. Damals starben viele Millionen Menschen in Europa, eine Tatsache, die durch die heutigen modernen Möglichkeiten der Intensivtherapie eher unwahrscheinlich erscheint.

Da der beste Schutz eine Grippeimpfung und ein stabiles Immunsystem ist, erscheint es nur logisch, dass vor allem Patienten mit chronischen Vorerkrankungen, vor allem der Lunge, aber auch ältere Mitbürger durch eine jährliche Impfung geschützt werden müssen. Kein Arzt kann anhand der Beschwerden erkennen, welches Virus die Symptome verursacht. Influenza des Typs C ist relativ harmlos, die Krankheitssymptome sind nicht so ausgeprägt wie bei einer vom Typ B oder vom gefährlichsten Influenza A Virus ausgelösten Erkrankung. Letzteres ist besonders gefährlich und in der Lage, ganze Pandemien auszulösen. Vor allem ist es in der Lage, ernste, teilweise tödliche Komplikationen wie eine Lungenentzündung oder eine Schädigung des Herzmuskels hervorzurufen. Alle paar Jahre taucht ein besonders aggressiver Influenza A Virus auf, der auf ein ungeschütztes Immunsystem trifft. Alle 20 bis 30 Jahre scheint das Virus den menschlichen Körper zu besiegen, so sich dass eine neue Influenza Welle über die Welt ausbreiten kann. Leichtes Spiel hat das Influenza A Virus besonders dort, wo viele Menschen eng zusammenleben, in Kindergärten, Schulen, Seniorenheimen, am Arbeitsplatz oder in Krankenhäusern. Menschen, für die diese Kriterien zutreffen, sollten sich rechtzeitig impfen lassen.

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