Krebsrisiko mit dem Maßband messen

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Krebsrisiko mit dem Maßband messen

Wer größer ist, hat ein erhöhtes Risiko für zahlreiche Krebsarten. Diesen Zusammenhang haben jetzt US-Forscher bestätigt. Womöglich gibt es dafür ganz banale Erklärungen. Bei Frauen wächst mit der Körpergröße auch die Krebsgefahr. Das gilt für bösartige Erkrankungen generell, aber auch für einzelne Krebsarten. Dieses jetzt veröffentlichte Ergebnis der Women’s Health Initiative (WHI) ist keine Überraschung. Schon zuvor wurde in großen Studien ein Zusammenhang zwischen Körperlänge und Krebs hergestellt. Die WHI-Studie liefert zusätzlich Belege dafür, dass die Korrelation unabhängig von bekannten Risikofaktoren besteht. In der Studie war das gesundheitliche Schicksal von 144.701 Frauen nach den Wechseljahren im Schnitt zwölf Jahre lang verfolgt worden. In dieser Zeit waren 20.928 Krebserkrankungen diagnostiziert worden.

Pro 10 cm Größe steigt Risiko um 13%: Krebsrate und Körpergröße waren positiv und signifikant miteinander verbunden. Wurden etablierte Einflussfaktoren wie Alter, BMI (Körpergröße/Gewicht), Rauchen, Alkoholkonsum, Bewegung, Hormontherapie oder Bildungsniveau berücksichtigt, stieg pro 10 cm Körpergröße das Krebsrisiko um 13%. Ebenfalls signifikant erhöht war bei großen Frauen das Risiko für Karzinome der Schilddrüse, des Enddarms, der Nieren, des Gebärmutter, des Kolons, der Eierstöcke und der Brust sowie für Melanome (schwarzer Hautkrebs). Diese Ergebnisse stimmen weitgehend mit älteren Daten überein: In Studien aus Großbritannien und Kanada hatte sich das Risiko für Melanome sowie für Karzinome des Dickdarms, der Nieren, des Gebärmutter, der Brust und der Eierstöcke ebenfalls als größenabhängig erwiesen. Mögliche Erklärung: Große Menschen haben schlicht mehr Zellen! Schon alleine aus diesem Grund könnte sich mit der Körpergröße auch die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung erhöhen.  Größere Menschen haben schlicht mehr Zellen haben, die bösartig entarten können.

 

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