Herzschaden durch Chemotherapie: Nachweis erfordert mehr als eine Standarduntersuchung
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Herzschaden durch Chemotherapie: Nachweis erfordert mehr als eine Standarduntersuchung

Viele Ärzte bieten Ultraschalluntersuchungen des Herzens (Echokardiographie) an.  In den Händen eines erfahrenen Kardiologen können sehr viele wichtige Informationen aus einer solchen Untersuchung erlangt werden. Doch ist die Aussagefähigkeit dieser Untersuchung nicht nur von der Erfahrung des Untersuchers, sondern auch von den Fähigkeiten der Ultraschallmaschine abhängig.

Nehmen wir ein Beispiel: es stellt sich eine 50 jährige Patientin zur Kontrolle des Herzens unter einer Chemotherapie vor. Sie erhält starke Medikamente, von denen wir wissen, dass diese dem Herzen Schaden zuführen können. Klinisch beschreibt unsere Patientin nur eine leichte Luftnot beim Treppensteigen. Da Sie übergewichtig ist und nie wirklich sportlich war, könnten diese Beschwerden aber auch viele andere Ursachen haben.

Auf dem ersten Blick scheint in der Echokardiographie alles normal zu funktionieren. Die Pumpleistung des Herzens ist normal, die Klappen arbeiten alle regelrecht.  In weit über 90% der Fälle wäre der Untersucher damit zufrieden und würde die Patientin mit einem Normalbefund nach Hause schicken.  Doch das ist nicht mehr „state oft he art“.

Erst durch eine detailliertere Ultraschalluntersuchung des Herzens lassen sich mittels neuester Technologien und neuer Parameter Veränderungen nicht nur in der Struktur, sondern auch in der Funktionsweise des Herzmuskels erkennen, die man sonst nicht sehen würde. Bei näherer Betrachtung zeigte sich in der Tat, dass die Art der Deformation des Herzmuskels (Strain) während der Kontraktion einen krankhaften Befund bestätigte. Somit konnte eindeutig ein beginnender Herzmuskelschaden bewiesen werden, was letztendlich eine Reduktion der Chemodosis erforderlich machte. Eine Entscheidung, die sehr schwer wiegen kann und die der Kardiologe mit dem Onkologen zusammen treffen muss, um einen weiteren, dann irreparablen Schaden am Herzen zu vermeiden.

Dieses Beispiel ließe sich auch auf viele andere Erkrankungen des Herzens übertragen, so z.B. bei Durchblutungsstörungen oder auch bei Entzündungen des Herzens.

Nur mit der Erfahrung und der entsprechenden Technik sind wir heute in der Lage Schädigungen des Herzmuskels zu erkennen, lange bevor es der Patient selbst merkt. Für uns in der Clinica Picasso ist dieses Verfahren seit vielen Monaten Standard, daher scheuen wir uns nicht auch in Zukunft viel Geld in Ausbildung und neueste Technologien zu investieren.

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