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Die gynäkologische Check-up Untersuchung [Video]

Zytologie - Die gynäkologische Check-up Untersuchung/Krebsvorsorge

Welche Untersuchungen beinhaltet die gynäkologische Vorsorge? Warum sind gynäkologische Check-up Untersuchungen sinnvoll? Gesundheitscheck ab wann und wie häufig? Was passiert, wenn die Untersuchung auffällig ist? Auf diese Fragen erhalten Sie in diesem Artikel eine Antwort.

Was wird bei einer Check-Up Untersuchung gemacht?

Eine vollständige Gynäkologische Check-up Untersuchung beinhaltet die Inspektion der Vulva, und die Speculum(-Spiegel)untersuchung der Vagina und des Gebärmutterhalses. Vom Gebärmutterhals wird dann ein Abstrich entnommen. Der sogenannte Abstrich nach Papanicolaou oder kurz Pap-Abstrich. Er dient dazu Zellveränderungen am Gebärmutterhals aufzuspüren.

Die Zellen werden auf einem Objektträger ausgestrichen und in die Pathologie geschickt. Der Pathologe kann damit Gebärmutterhalskrebszellen bzw. dessen Vorstufen nachweisen bzw. ausschließen (Zytologie).

Checkup Untersuchung ab 30

Bei der Check-Up Untersuchung ab 30 ist ein HPV-Abstrich (Humanes-Papilloma-Virus) sinnvoll. In jüngeren Jahren sind HPV-Infektionen sehr häufig, heilen aber häufig von alleine aus. Wenn man eine persistierende (dauerhafte) Infektion bei über 30jährigen feststellt, haben diese ein höheres Risiko an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken.

Krebsvorsorge

Palpation: Was bedeutet das?

Im Anschluss findet die Palpation statt. Dabei tastet man gleichzeitig von vaginal und von der Bauchdecke aus nach der Gebärmutter und den Eierstöcken. Man kann damit z.B. eine Vergrößerung der Gebärmutter und auch z.T. eine Veränderung der Eierstöcke feststellen und schließt  Druckschmerzen aus.

Ultraschall am Unterleib sinnvoll?

Ein sehr wichtiger Punkt der erweiterten Check-Up-Untersuchung ist die Ultraschalluntersuchung von vaginal. Man kann damit feststellen, ob Gebärmutter und Eierstöcke unauffällig sind (Ausschluss von z.B. Myomen, Zysten). Man kann eine Aussage über die Funktionstüchtigkeit – (Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, Eizellreserve) und vieles mehr machen. Man beurteilt auch die Blase und den Bereich im kleinen Becken in dem die Organe lokalisiert sind.

Check-Up Vorsorgeuntersuchung ab 50

Blutdruckmessung, ein Schnelltest auf Entzündungen und anderen Parametern des Urins und die Mikroskopie sind auch ein fester Bestandteil der gynäkologischen Vorsorge. Ab 50 beinhaltet die Check-Up Untersuchung den Blasen- und Stuhlkrebstest.

Zu guter letzt kommen die Abtastung der Brust und der Brustultraschall. Dazu lesen Sie auch meinen Artikel über „Wie erkenne ich, ob ich Brustkrebs habe?“

Ultraschallbilder Vorsorge

Warum ist der gynäkologische Check-Up so sinnvoll?

Krebsvorsorgeuntersuchungen haben ein gemeinsames Ziel:  Krankheiten früh zu erkennen. Insbesondere  die Erkennung von bösartigen Befunden im Frühstadium. Gynäkologische Krebserkrankungen haben bei rechtzeitiger Diagnose meist exzellente Heilungschancen. Bei später Diagnose sieht die Prognose hingegen nicht so gut aus.

Gebärmutterhalskrebs um 60%-70% gesunken

Seit Einführung der Krebsvorsorge mittels des Pap-Abstriches 1971 ist die Neuerkrankungs- und Sterblichkeitsrate von Gebärmutterhalskrebs um 60%-70% gesunken. Von 1000 (ungeimpften) Frauen, die nicht zur Vorsorge gehen, bekommen 30 im Laufe ihres Lebens ein Gebärmutterhalskrebs. Von 1000 Frauen, die regelmäßig (mindestens einmal/Jahr) zur Vorsorge gehen, weniger als eine!  (Bundesministerium für Gesundheit „Was haben wir bisher erreicht?“) Das liegt vor allen Dingen daran, dass man auch Krebsvorstufen erkennt und rechtzeitig behandeln kann, sodass es gar nicht erst zu einem invasiven Krebs kommt (s. Abb.1).

Wie häufig sollte man zur Check-Up Untersuchung gehen?

Mindestens einmal pro Jahr, sicherer wäre alle halbe Jahr.

Stadien des invasiven Zervixkarzinoms

Abb. 3: Ziel der Vorsorge ist das Carcinoma in situ zu erfassen (Stage 0) mit einer 100%  5-Jahresüberlebensrate. Abb. aus „Klinisches Bild, Stadieneinteilung und Behandlungsmöglichkeiten des Cervixcarcinoms“, eurocytology

Ab wann sind gynäkologische Check-Up Untersuchungen sinnvoll?

Anfangen sollte man mit der jährlichen Check-Up Untersuchung sobald man Geschlechtsverkehr hat. Der Gebärmutterhalskrebs wird nämlich durch Viren ausgelöst, die beim Geschlechtsverkehr übertragen werden. Spätestens ist sie aber  mit 18 Jahren sinnvoll. Brustultraschall ist empfehlenswert ab dem 30. Lebensjahr. Die Mammographie sollte man möglichst mit 40J beginnen. Die Krebsvorsorge ist sinnvoll bis ins hohe Alter.

Was passiert, wenn die Untersuchung auffällig ist?

Wenn durch den Pap-Abstrich eine Krebsvorstufe am Gebärmutterhals festgestellt wurde sollte eine Untersuchung in der Dysplasiesprechstunde folgen. Dabei wird der äußere Muttermund mit einem Kolposkop (Lupe mit Lichtquelle) vergrößert und mit Essigsäure betupft betrachtet. Dadurch erkennt man wo genau die veränderten Zellen lokalisiert sind und nimmt eine kleine Probe in örtlicher Betäubung. Nach Erhalt des Ergebnisses wird entschieden, ob eine Konisation durchgeführt werden muss (Entfernung einer kleinen Scheibe des Gebärmutterhalses) oder ob es reicht in kürzeren Abständen Kontrolluntersuchungen zu machen. Es ist nämlich so, dass sich Krebsvorstufen zum Teil wieder zurückbilden können.

Was passiert bei einem auffälligen Brustbefund?

Bildgebende Verfahren wie Brustultraschall und Mammographie und die Brustabtastung erlauben leider nur eine indirekte Aussage über die Gut- oder Bösartigkeit eines Befundes/Knotens in der Brust. Zum sicheren Ausschluss eines Brustkrebses ist deswegen die Entnahme einer Gewebeprobe notwendig. Das wird heutzutage mit minimalinvasiven Techniken gemacht. Meist durch eine Stanzbiopsie. Diese minimalinvasiven Interventionen sind wenig traumatisierende Eingriffe, die eine große Sicherheit bieten können. Sie können ambulant in Lokalanästhesie durchgeführt werden und führen nicht zu einer störenden Narbe.

In diesem Artikel konnte ich Ihnen zeigen, dass die gynäkologische Vorsorgeuntersuchung lebensrettend sein kann. Insofern zögern Sie nicht zu lange sondern vereinbaren Sie einen Termin!

Frauenärztin kontaktieren:

Tel.: 971-220666
Mail: nele.braun@clinica-picasso.eu

Dr. Nele Braun
Gynäkologin & Geburtshelferin

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